{"id":23920,"date":"2021-03-12T00:01:00","date_gmt":"2021-03-11T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/wie-radfahren-den-korper-verandert-innerlich-und-ausserlich\/"},"modified":"2021-09-15T13:25:21","modified_gmt":"2021-09-15T11:25:21","slug":"wie-radfahren-den-korper-verandert-innerlich-und-ausserlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wie-radfahren-den-korper-verandert-innerlich-und-ausserlich\/","title":{"rendered":"Wie Radfahren den K\u00f6rper ver\u00e4ndert: innerlich und \u00e4u\u00dferlich"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Beim Radfahren treten eine Reihe von Ver\u00e4nderungen im eigenen K\u00f6rper auf. Einige sind <\/span><b>\u00e4u\u00dferlicher Natur, sprich Gewichtsverlust und mehr Muskelmasse an den Beinen,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> andere sind nicht sichtbar, aber sp\u00fcrbar, z.B. schlafen wir besser. Mehrere Studien (<\/span><a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/full\/10.1161\/jaha.116.004413\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><span style=\"font-weight: 400;\">hier<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/JAHA.119.012556\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><span style=\"font-weight: 400;\">hier<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">) haben gezeigt, dass Menschen, die 30 Minuten am Tag Fahrrad fahren, eine h\u00f6here Lebenserwartung haben als diejenigen, die keinen Sport treiben. Der Grund daf\u00fcr sind die vielen Ver\u00e4nderungen, die beim Radfahren in unserem K\u00f6rper stattfinden. Eine Erkl\u00e4rung:<\/span><\/p>\n<h4><b>Radfahren und seine internen Auswirkungen auf unseren K\u00f6rper<\/b><\/h4>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die wichtigste Ver\u00e4nderung ist die <\/span><b>Verbesserung der eigenen Herzkreislaufgesundheit<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Unser Herz wird st\u00e4rker und gr\u00f6\u00dfer und es arbeitet w\u00e4hrend des Trainings und in Ruhe effizienter. Die niedrigere Herzfrequenz und der niedrigere Blutdruck reduzieren das Herzinfarktrisiko. Die erh\u00f6hte Lungenkapazit\u00e4t l\u00e4sst uns besser atmen. Da das Blut effizient mehr Sauerstoff zu den Muskeln transportiert und das Abfallprodukt der Energieverbrennung (Kohlendioxid) schnell abtransportiert, dauert es l\u00e4nger, bis wir m\u00fcde werden, schlie\u00dflich sind unsere Muskeln gut mit Sauerstoff versorgt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Die Mitochondrien in unseren Zellen sind f\u00fcr die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen in Energie zust\u00e4ndig. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir Fahrrad fahren, signalisieren wir unserem K\u00f6rper, dass wir Energie ben\u00f6tigen. Das veranlasst ihn dazu, mehr Mitochondrien zu produzieren und uns so das zu geben, wonach wir verlangen. Wenn wir zus\u00e4tzlich noch einem Trainingsplan folgen, werden unsere Muskeln effizienter arbeiten und die Muskelfasern und Mitochondrien an das anpassen, was wir von ihnen verlangen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Zu Beginn des Artikels haben wir erw\u00e4hnt, dass sich <\/span><b>durch das Radfahren die eigene Schlafqualit\u00e4t verbessert<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Dies ist auf mehrere Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Zum einen macht Bewegung m\u00fcde und der K\u00f6rper muss sich erholen &#8211; was er tut, wenn wir schlafen. Au\u00dferdem senkt Radfahren den Cortisolspiegel (das wichtigste Stresshormon), was das Einschlafen erleichtert. Vitamin D, das dank der Sonneneinstrahlung beim Radfahren gebildet wird, ist f\u00fcr gute Stimmung und Schlaf unerl\u00e4sslich. Eine Studie der Stanford University School of Medicine fand heraus, dass 20 bis 30 Minuten pro Tag auf dem Rad Menschen mit Schlaflosigkeit dabei helfen, schneller in den Schlaf zu finden und die Schlafdauer zu erh\u00f6hen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Auch unser Immunsystem profitiert stark vom Radfahren. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Mit einem gesunden Herzen und einer gesunden Lunge, gutem Schlaf und guter mentaler Gesundheit lassen sich Krankheiten oder Infektionen leichter \u00fcberwinden. Aber die innerlichen Ver\u00e4nderungen sind noch tiefgreifender. Vielleicht hast du im Zuge der COVID-19-Pandemie von den T-Zellen geh\u00f6rt. Hierbei handelt es sich um spezielle Lymphozyten, die eine wichtige Rolle im eigenen Immunsystem spielen und es dazu bef\u00e4higen, sich anzupassen und neue Infektionen zu bek\u00e4mpfen. In<\/span> <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1111\/acel.12750\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><span style=\"font-weight: 400;\">this study<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> wurde festgestellt, dass erwachsene Radfahrer (zwischen 55 und 79 Jahren) mehr T-Zellen hatten als Menschen gleichen Alters, die keinen Sport trieben. Sie wiesen \u00e4hnlich viele T-Zellen auf wie 20-J\u00e4hrige.<\/span><\/p>\n<p><b>Weitere positive Effekte des Radfahrens:<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Reduzierung und Vorbeugung von R\u00fcckenschmerzen. Man kr\u00e4ftigt die eigene R\u00fcckenmuskulatur, insbesondere im Lendenbereich, und sch\u00fctzt so die Wirbels\u00e4ule.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Erh\u00f6hung der Stoffwechselrate. Deshalb macht uns das Radfahren (oder jede andere sportliche Bet\u00e4tigung) hungrig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Weniger Wassereinlagerungen. Dank der Beinbewegung beim Treten, aber auch durch die Aktivierung des eigenen K\u00f6rpers, flie\u00dft das Blut schneller, man schwitzt und es wird Fl\u00fcssigkeit ausgeschwemmt, die sich im inaktiven Zustand im K\u00f6rper ansammelt.<\/span><\/p>\n<h4><b>\u00c4u\u00dferliche Auswirkungen des Radfahrens auf den eigenen K\u00f6rper<\/b><\/h4>\n<p><b>Gewichtsabnahme <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">und die<\/span><b> St\u00e4rkung bzw. die Zunahme an Bein- und Ges\u00e4\u00dfmuskulatur <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">sind die beiden wichtigsten \u00e4u\u00dferlichen Ver\u00e4nderungen, die das Radfahren in unserem K\u00f6rper bewirkt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was das Gewicht anbelangt, solltest du dich nicht verr\u00fcckt machen. <\/span><b>Fange einfach an und sei es nur, dass du zur Arbeit pendelst oder eine 30-min\u00fctige Fahrradtour machst. Nicht mehr inaktiv zu sein und sich regelm\u00e4\u00dfig zu bewegen, ist bereits eine Leistung.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Wenn man sich selber den Druck macht, mit irgendeiner Modedi\u00e4t schnell an Gewicht zu verlieren, sind Misserfolg und Jojo-Effekt vorprogrammiert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Ja, <\/span><b>Radfahren hilft beim Abnehmen, bewirkt aber keine Wunder, genauso wenig wie es Wunderdi\u00e4ten tun.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Es kommt mehr darauf an, was man isst, als darauf, wie viele Stunden man auf dem Fahrrad sitzt. T\u00e4gliche Bewegung zusammen mit gesunden Essgewohnheiten bildet die beste Strategie, um nicht nur schrittweise an Gewicht zu verlieren, sondern auch um rundum gesund zu bleiben. Vertraue au\u00dferdem nicht auf die Waage, sie kann ziemlich tr\u00fcgerisch sein. Sie liefert dir nur Zahlen, sagt dir aber nicht, wie sich dein Gewicht zusammensetzt: ist es Fett, Muskelmasse, Fl\u00fcssigkeit oder gespeichertes Glykogen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Gewichtsentwicklung h\u00e4ngt davon ab, wo man anf\u00e4ngt und wie man trainiert (Intensit\u00e4tsstufen und Dauer). <\/span><b>Wenn man einfach nur zum Spa\u00df Rad f\u00e4hrt oder das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzt, bemerkt man die k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderung nach einiger Zeit vielleicht gar nicht mehr<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Man wird das Gef\u00fchl haben, dass einem einige Kleidungsst\u00fccke zu gro\u00df sind. Einige Leute, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, werden einem vielleicht sagen, dass man d\u00fcnner aussieht und die Oma m\u00f6chte einem vielleicht eine Extraportion Nachtisch geben.<\/span><\/p>\n<p><b>F\u00e4hrt man schon l\u00e4nger, wird man irgendwann feststellen, dass man ein Plateau erreicht oder sogar an Gewicht zugelegt hat. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Dann kann man versuchen, den Trainingsmodus zu wechseln und den K\u00f6rper so aus seiner Komfortzone zu holen. Man kann sein Training auch modifizieren, indem man mehr Intensit\u00e4tstraining mit Intervallen durchf\u00fchrt. Auf diese Weise wird jeder Tag anders sein und man bringt seinen K\u00f6rper dazu, sich anzupassen und zu optimieren.<\/span><\/p>\n<p><b>Muss ich eine andere Hose f\u00fcr meine neuen, ver\u00e4nderten Beine kaufen? <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Das h\u00e4ngt davon ab, wie man Rad f\u00e4hrt, wie man trainiert und welche Art von Hose man normalerweise tr\u00e4gt. Wenn man sich die Profis anschaut, wird man sehen, dass sie alle Radfahrerbeine haben, aber jeder von ihnen zeigt eine andere Muskelauspr\u00e4gung. Bahnradfahrer, die Sprints machen, sind ein extremes Beispiel. Ihre Beine sind so dick, dass sie ma\u00dfgeschneiderte Hosen kaufen m\u00fcssen. Jedoch ist der Gro\u00dfteil ihrer Muskelmasse auf das Training im Gym zur\u00fcckzuf\u00fchren, nicht auf das Radfahren.<\/span><\/p>\n<p><b>Eine Person, die mit dem Fahrrad zur Arbeit f\u00e4hrt, wird feststellen, dass ihre Beine schlanker und straffer werden. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00e4hrt man h\u00e4ufig Rad, werden die wichtigsten Beinmuskeln st\u00e4rker entwickelt sein: vor allem Ges\u00e4\u00df, Waden und Quadrizeps; Adduktoren, hintere Oberschenkelmuskulatur und Soleus etwas weniger. Die Entwicklung der Beinmuskulatur h\u00e4ngt weitgehend von dem eigenen Radtraining und zus\u00e4tzlichem Fitnesstraining ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vergiss nicht, dass Radfahren zwar die Muskeln an Beinen und Ges\u00e4\u00df st\u00e4rkt, aber andere K\u00f6rperteile nicht wirklich beeinflusst. Deshalb ist es wichtig, auch andere Muskelgruppen zu trainieren. Nicht um der Hypertrophie und der Vergr\u00f6\u00dferung des Muskelumfangs willen, sondern f\u00fcr das allgemeine muskul\u00e4re Gleichgewicht und um den Tonus und die Kraft im Oberk\u00f6rper nicht zu verlieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Muskul\u00e4re Dysbalancen geh\u00f6ren zu den &#8220;negativen&#8221; Effekten des Radfahrens. Wenn du mehr dar\u00fcber erfahren m\u00f6chtest, <a href=\"https:\/\/www.siroko.com\/blogs\/de\/negative-auswirkungen-des-radfahrens-auf-den-eigenen-korper\" target=\"_blank\" title=\"Negative Auswirkungen des Radfahrens auf den eigenen K\u00f6rper\" rel=\"noopener noreferrer\">lies unseren n\u00e4chsten Artikel<\/a>, in dem wir mit einer guten Portion Humor einige dieser nicht so positiven Ver\u00e4nderungen in deinem K\u00f6rper erkl\u00e4ren und dir Tipps geben, wie du ihnen bestm\u00f6glich entgegenwirken kannst.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Radfahren treten eine Reihe von Ver\u00e4nderungen im eigenen K\u00f6rper auf. Einige sind \u00e4u\u00dferlicher Natur, sprich Gewichtsverlust und mehr Muskelmasse an den Beinen, andere sind nicht sichtbar, aber sp\u00fcrbar, z.B. schlafen wir besser. Mehrere Studien (hier und hier) haben gezeigt, dass Menschen, die 30 Minuten am Tag Fahrrad fahren, eine h\u00f6here Lebenserwartung haben als diejenigen,&hellip;&nbsp;<\/p>\n<div class=\"read-more-wrapper\"><a href=\"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wie-radfahren-den-korper-verandert-innerlich-und-ausserlich\/\" class=\"button button-secondary\" rel=\"bookmark\">Mehr lesen<span class=\"screen-reader-text\">Wie Radfahren den K\u00f6rper ver\u00e4ndert: innerlich und \u00e4u\u00dferlich<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12817,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","neve_meta_reading_time":"","_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[387],"tags":[],"class_list":["post-23920","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit-und-radsport"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23920"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23920\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siroko.com\/blog\/c\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}