10 Tipps, um das Radfahren im Herbst zu genießen

Denke noch nicht einmal daran, dein Fahrrad im Herbst einzumotten, denn dann verpasst du eine der besten Radsport-Jahreszeiten überhaupt. Der Herbst hat zwar seine Tücken, aber wenn du die folgenden 10 einfachen Tipps beherzigst, kannst du die Herbstlandschaft in vollen Zügen auf dem Sattel genießen:

  1. Informiere dich, wie lange es hell sein wird und checke die Wettervorhersage. Die Tage sind kürzer und das Wetter ist sehr wechselhaft. Achte auf die Wettervorhersage und denke daran, dass die Sonne bis zur Zeitumstellung später auf- und früher untergeht.



  2. Bleibe sichtbar. Fahrradlichter, die die eigene Sichtbarkeit erhöhen und reflektierende Kleidung reichen mehr als aus, wenn man kurz vor der Morgendämmerung losfährt und wieder zu Hause ist, bevor es dunkel ist. Wenn du nachts mit dem Fahrrad unterwegs bist, halte dich an unsere Tipps aus diesem Blogbeitrag. Besorge dir ein paar gute Fahrradlichter, die deine Sicht verbessern und habe sie immer fest am Fahrrad montiert. Und denke daran, die Batterien aufzuladen, damit du nicht plötzlich im Dunkeln stehst.



  3. Halte dein Fahrrad in Schuss. Wenn du nicht weißt, wie das geht, findest du hier eine Basis-Anleitung, wie du dein Fahrrad reinigen und warten kannst. Hast du dein Rad den Sommer über viel genutzt, solltest du es besser gründlich in einer Werkstatt deines Vertrauens durchchecken lassen, bevor es bei schlechtem Wetter raus auf die Straße geht. Solltest du es aufgrund der Witterungsbedingungen in deiner Region für notwendig befinden, kannst du auf Winterreifen umsteigen. Sie bieten auf nassen Straßen mehr Grip und sind weniger anfällig für Pannen.  



  4. Schutzbleche und/oder Winterrad. Manche Radsportler haben ein zweites Fahrrad speziell für den Herbst und Winter, damit sie keine Schutzbleche an- und abmontieren oder ihr neues Fahrrad Wasser und Schmutz aussetzen müssen. Du kannst ein günstiges gebrauchtes Modell kaufen oder eines deiner alten Räder auf Vordermann bringen.

    Benutzt du das ganze Jahr über nur ein Fahrrad und wohnst in einer Gegend, in der es viel regnet, sind hochwertige feste Schutzbleche ein Muss. In weniger regnerischen Gegenden können ein Ass Saver oder ein abnehmbares Click-Schutzblech reichen. Sie verhindern, dass dein Hinterrad dich mit Schmutz vollspritzt.

  5. Bleibe trocken. So trocken wie möglich. Und das gilt sowohl für das Wasser von oben als auch von unten. Bei leichtem Regen genügt eine leichte, wasserabweisende, aber atmungsaktive Jacke, die den Schweiß ableitet und die Feuchtigkeit nach außen transportiert. Eine wasserdichte Regenjacke für starken Regen in der Tasche zu haben, schadet nie. Manchmal aber ist es am besten, anzuhalten, sich einen Unterschlupf zu suchen und zu warten, bis der Regen aufhört. Gegen Wasser von unten helfen neben den oben erwähnten Schutzblechen auch wasserdichte Überschuhe oder Zehenschützer, sie halten deine Füße trocken.

  6. Trage Zwiebellook und entscheide dich für Bekleidungsartikel und Accessoires, die du leicht aus- und anziehen und in deinen Taschen verstauen kannst. In diesem Blog haben wir dir bereits erklärt, wie du die verschiedenen Optionen (winddichte Westen, Armlinge, langärmelige Radtrikots, Baselayers) verwenden und miteinander kombinieren kannst, um dich den Wetterwechseln und Temperaturschwankungen anzupassen, die so typisch für den Herbst sind.

  7. Trage eine selbsttönende Brille mit leicht getönten oder durchsichtigen Gläsern. Mit selbsttönenden Brillengläsern kannst du dich an veränderte Lichtverhältnisse anpassen. Leicht getönte Gläser helfen dir, das Licht an wolkenverhangenen Tagen optimal zu nutzen. Durchsichtige Gläser eignen sich besonders für Nachtfahrten.



  8. Augen auf bei Pfützen, Laub und Fallobst. Hier ein paar Tipps für das Radfahren im Regen oder bei nassem Wetter. Das Tolle am Radfahren im Herbst ist nicht nur die Landschaft, sondern auch, dass man zwischendurch anhalten kann, um sich die Trikottaschen mit Früchten der Saison (Kastanien, Walnüsse, Äpfel) zu füllen.



  9. Setze dir Ziele und fordere dich. Der beste Weg, um dem kalten Wetter und den begrenzten Sonnenstunden zu trotzen, ist, sich Ziele für das kommende Jahr zu setzen. Abnehmen, die eigenen Rennzeiten verbessern, X km im Jahr zurücklegen, an Wettkämpfen teilnehmen... jeder Radsportler wird seine eigenen Ziele haben. Aber vergiss nicht, sie sollten immer realistisch sein. Kleine Schritte sind besser als der Frust, der aus übermäßigem Ehrgeiz entsteht.

  10. Zeit für Veränderung und Fortschritt. Im Sommer wollen wir das gute Wetter in vollen Zügen genießen und tendieren dazu, körperliche Probleme und Schmerzen zu ignorieren, die uns vom Radfahren abhalten könnten. Der Herbst ist eine gute Gelegenheit, um:
    • Nach einer biomechanischen Analyse notwendige Veränderungen vorzunehmen, die einen bequemer fahren lassen oder Probleme gleich vorwegnehmen.
    • Einen Personal Trainer oder einen Ernährungsberater aufzusuchen, um den Trainings- und Ernährungsplan für das kommende Jahr zu optimieren. 
    • Das Training im Fitnessstudio anzugehen/wieder aufzunehmen oder zu Hause zu trainieren, um die eigene Kraft und Beweglichkeit zu verbessern. 
    • Das Mountainbiken anzugehen oder wiederaufzunehmen. Die Wälder im Herbst sind es allemal wert, auf Fat Tires umzusteigen.
    • Fange mit Cyclocross an, einer Radsportdisziplin, die sich perfekt für Herbst und Winter eignet. Zwei der größten Radsportstars von heute, Mathieu van der Poel und Wout van Aert, starteten ihre Karrieren im Schlamm und Sand dieser Radsportdisziplin.

Wir hoffen, dass diese einfachen Tipps dir helfen, die Radsaison im Herbst zu genießen. Wenn es nicht gerade regnet, eignet sich diese Jahreszeit perfekt zum Radfahren. Es ist weder zu heiß noch zu kalt, die Natur ist wunderschön, es sind weniger Menschen unterwegs, frische Luft und Sonnenlicht heben die Stimmung und die Zeit im Sattel hält einen fit und gesund.

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