4 Möglichkeiten, wie dein Fahrrad deine Fahrradbekleidung beschädigen kann

In einem unserer früheren Blogbeiträge haben wir dir eine Reihe von Tipps gegeben, wie du deine Radbekleidung richtig pflegen kannst, um ihre Lebensdauer so weit wie möglich zu verlängern. Diesmal wollen wir uns darauf konzentrieren, wie ein schlecht gewartetes Fahrrad deine Fahrradbekleidung beschädigen oder sie schneller verschleißen lassen kann.

Wenn es um fahrradbedingte Textilschäden geht, geht man logischerweise davon aus, dass nur solche Kleidungsstücke betroffen sind, die direkt mit dem Fahrrad in Kontakt kommen: Trägerhose, Fahrradhandschuhe und Schuhe, sie alle haben direkten Kontakt mit Sattel, Lenker und Pedalen. Wenn du weiterliest, wirst du jedoch feststellen, dass es noch ein weiteres Kleidungsstück gibt, das von Radsportlern geliebt und geschätzt wird und das durch unser allseits geliebtes Fahrrad stark in Mitleidenschaft gezogen wird.

Trägerhose und Sattel

Die Trägerhose ist das Einzige, was unser Gesäß vom Sattel trennt. Das Sitzpolster liegt eng an der Haut an und der Lycrastoff ist derart mit dem Sattel verhaftet, dass jegliche Art von negativer Reibung in dieser so intimen Beziehung zu Schäden an der Trägerhose führen kann.

Weist der Sattel Nähte oder Rillen auf oder hat eine strukturierte Oberfläche, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Trägerhose über die Zeit an genau diesen Stellen Schaden nimmt. Ist der Hosenbereich lediglich dem Druck durch das eigene Körpergewicht ausgesetzt, kann leichtes Pilling entstehen, doch solche Bereiche, die beim Fahren stark beansprucht werden, können mit der Zeit Risse oder Löcher aufweisen.

Bei Stürzen wird der Sattel in der Regel am hinteren Rand beschädigt. Dabei können spitze oder scharfe Kanten entstehen, an denen das Lycra der Trägerhose hängenbleiben kann.

Tausche den Sattel aus, sobald du bemerkst, dass ein Teil der Polsterung Risse aufweist oder sich aufgrund von Verschleiß ablöst.

Handschuhe und Lenker

Das Tragen von Fahrradhandschuhen gebietet sich schon allein aus Gründen der Sicherheit und des Komforts. Handschuhe schützen den Fahrer bei Stürzen und wenn sie gepolstert sind, sorgen sie für mehr Komfort am Lenker. Die Abnutzung der Handschuhe hängt von der Art des Fahrrads sowie von Griff und Position des Radsportlers ab.

MTBler stützen sich beim Fahren stark auf die Lenker. Inwieweit die Handschuhe abnutzen, hängt zwar im Wesentlichen von dem Material der Griffe ab, auf lange Sicht aber ist Verschleiß unvermeidlich.

Gute Lenker mit starkem Grip beschädigen den Handschuh zwar stärker, aber das ist nun mal so. Beim Mountainbiking sollten die Lenker einen starken Grip haben, so ist das Rad besser zu kontrollieren. Von Zeit zu Zeit die Handschuhe zu wechseln ist allemal besser, als wegen eines Sturzes gar nicht mehr in die Pedale treten zu können.  

Je geschmeidiger und glatter die Lenkergriffe, umso länger halten die Handschuhe. Doch das hängt zum Großteil auch davon ab, wie man seine Hände positioniert und wie man an den Lenker fasst. Wie bereits erwähnt werden die Hände bei Mountainbikern stark beansprucht, da sie den Lenker praktisch die ganze Zeit über festhalten. Genau das ist auch der Grund, warum sich die Handschuhe in dem Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger stärker abnutzen. Auch die gesamte Handschuhinnenfläche ist betroffen, vor allem der Bereich, an dem die Finger beginnen. Dort treten auch Schmerzen auf, wenn man über lange Zeit in falscher Haltung gefahren ist.

Auf dem Rennrad sieht die Sache anders aus, weil man sich anders abstützt und anders an den Lenker greift. MTBler müssen die Lenker viel stärker festhalten. Da Rennradfahrer also weniger Griffkraft ausüben, nutzen sich ihre Handschuhe im Allgemeinen weniger ab und halten länger. Doch das hängt auch davon ab, wie der Lenker gehalten und wo die Hände platziert werden.

Am häufigsten werden die Hände an den inneren Barends platziert, sie sind meist gummiert und daher ist es ganz normal, dass fingerlose Handschuhe innen zwischen Daumen und Zeigefinger verschleißen. Bei Vollfingerhandschuhen leidet zudem die gesamte Handschuhinnenseite im Daumenbereich. Jahrmillionen an Evolution haben uns einen opponierbaren Daumen beschert, mit dem wir die Hebel greifen können, v.a. dann wenn wir aus dem Sattel gehen. Da aber nicht alle Radsportler ihre Hände und Finger in gleicher Weise an den Schalthebeln platzieren, werden die Handschuhe auch unterschiedlich stark beansprucht.

Die Rennradlenkeroberseite ist eine weitere Stelle, an der man sich festhalten oder abstützen kann. Hier brauchst du dir keine Sorgen um deine Handschuhe zu machen, sie werden kaum beansprucht. Das Gleiche gilt, wenn wir unsere Hände auf den gebogenen Teil unter den Hebeln, den so genannten "Unterlenker", absinken lassen. Auch hier werden die Handschuhe nicht sonderlich in Mitleidenschaft gezogen. Es sei denn, das Lenkerband besteht aus Schleifpapier.

Schuhe und Pedale

Jeder Radsportler, der Klickpedale benutzt, ist schon einmal abgerutscht und beim Einrasten mit der Sohle gegen das Pedal bekommen, was eine unschöne Macke im Schuh hinterlassen hat. Das ist uns sicher allen schmerzlich bekannt, doch das ist noch nicht alles...

Radschuhe scheuern auch oft an den Tretkurbeln, manchmal sogar an den hinteren Kettenstreben. Bei einer Trittfrequenz von 90 Umdrehungen pro Minute kommen wir bei einer Fahrzeit von 6 Stunden pro Woche auf 32.400 Umdrehungen. Die Kurbel reibt nicht immer direkt an den Schuhen, aber mit der Zeit, nach vielen Pedaltritten, nutzen sich innere Fersenseite sowie Kurbel ab. Solange Haltung und Pedaltritt stimmen, kann man als Radsportler kaum etwas dagegen tun, in manchen Fällen aber lässt sich das Problem lösen, indem man einen Bikefitter aufsucht und Anpassungen Schuhplatten oder Position vornimmt.

Bye-bye Socken!

Unsere heißgeliebten Fahrradsocken kommen zwar nicht direkt mit dem Fahrrad in Kontakt, nutzen sich aber dennoch stark ab, weil sie manchmal eben doch einer gewissen Reibung ausgesetzt und am Ende voller Flecken, ausgefranst und kaputt sind.

Die Zähne der Kettenblätter - genau auf Höhe der Socken - sind scharf und können am Stoff scheuern und ihn zerreißen. Denke daran, dass die Schnürsenkel bei geschnürten Fahrradschuhen in den Schuh gesteckt werden sollten, damit sie sich nicht im Rad verfangen. Ist zudem das Kabel des Umwerfers in schlechtem Zustand, kann auch das an den Socken hängenbleiben und sie beschädigen.

Kommen die Socken mit den Zähnen des Kettenblattes in Kontakt, heißt das zwar nicht gleich, dass der Stoff reißt, aber es gibt mit Sicherheit unschöne Flecken. Jede Socke, die nicht schwarz ist, wird mit Schmutz, Fett oder Schmiermittel von Kette, Kettenblättern oder Pedalen verunreinigt. Bei schwarzen Socken sieht man nichts, aber andersfarbige Socken werden sichtbare Spuren behalten, bis man nach Hause kommt und sie wäscht. Schmutz- und Fettflecken lassen sich nur schwer entfernen, daher empfehlen wir, die Socken von Hand mit warmem Wasser und neutraler Seife zu waschen. 

Auch wenn du dir große Mühe gibst, sobald die Socken mit irgendeinem Teil des Antriebsstrangs oder der Pedale in Berührung kommen, lassen sich Flecken kaum vermeiden. Dir bleibt nur, das Auf- und Absteigen sowie das Ein- und Ausklicken zu üben. Und du solltest die optimale Position für deine Füße finden, wenn du nur ausrollst, denn dann sind Verschmutzungen am wahrscheinlichsten.

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