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Wie die richtigen Fahrradreifen und -schläuche finden – Wichtige Shopping-Tipps

Ein Fahrrad besteht aus zahlreichen Komponenten und doch sind es (sofern alles nach Plan läuft) die Reifen und die Schläuche, die als Erstes gewechselt werden müssen. Damit du dich in der bunten und verwirrenden Welt der Reifen besser zurechtfindest, haben wir diesen kurzen und praktischen Leitfaden zusammengestellt, in dem es um Folgendes geht:

  • Wann die Reifen wechseln. 
  • Wie die richtige Reifengröße für sein Fahrrad finden.
  • Wie den richtigen Schlauch und die richtige Ventilgröße finden.

Wann die Reifen wechseln?

Die Fahrradreifen sollten dann gewechselt werden, wenn sie abgenutzt sind oder man eine Panne (Schnitt, großes Loch) hat, durch die sie reif für den Müll werden. Außerdem haben Reifen ein Verfallsdatum und verschleißen so oder so mit der Zeit, egal ob man fährt oder nicht. Aber woran erkennt man, dass die Reifen verschlissen oder abgelaufen sind? Zur Hilfestellung ein paar offensichtliche Anzeichen:

bike tires wear signs
  • Die Abnutzungsanzeiger sind nicht zu sehen. Bei ihnen handelt es sich um kleine Vertiefungen in der Reifenprofilmitte. Nicht alle Reifen haben sie.
  • Die Laufflächen oder Noppen (falls vorhanden) fehlen oder sind beschädigt. Zuerst nutzt der Reifen sich mittig ab, doch auch an den Seiten können Noppen verloren gehen oder verschleißen.
  • Ist die Karkasse sichtbar, hat man sie zu weit gedehnt.
  • Ungleichmäßig geformte Lauffläche. Dies kann auf zu wenig oder zu viel Druck zurückzuführen sein oder die Karkasse hat sich verformt.
  • Kleine Schnitte und Löcher, in denen sich Steine, Holzstücke, Glas usw. festsetzen und die zu Pannen führen können.
  • Wenn das Gummi beginnt rissig zu werden oder sich die Profilstollen/Noppen lösen, dann hat der Reifen seinen Zenit überschritten.
  • Lose Fäden an den Reifenseiten.

Und dann gibt es noch weniger offensichtliche Anzeichen, die ebenfalls darauf hindeuten, dass es an der Zeit ist, die Reifen zu ersetzen:

  • Häufige Reifenpannen.
  • Schwergängigere Lenkung. 
  • Verstärkte Schleifgeräusche.
  • Ausbrechen oder mangelnde Haftung beim Bremsen.
  • Wenig Stabilität in Kurven.

Wie die richtige Reifengröße für sein Fahrrad finden?

Am einfachsten und unkompliziertesten ist es, den alten Reifen als Orientierungshilfe zu nehmen. Auf der Reifenflanke sollten Außendurchmesser und Reifenbreite angeben sein. Das kann wie folgt aussehen:

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Die erste Zahl gibt den Durchmesser oder die Größe des Rades an, die zweite die Reifenbreite. Die verschiedenen Zahlen in den Abbildungen oben entsprechen zwei der drei Standardnormen: 

  • Englische Norm in Zoll: 26×2.0 und 29×2.40 
  • Französische Norm in Millimetern: 700x32c und 700x25c

Die dritte Norm, ISO/ETRTO, wird ebenfalls in Millimetern angegeben. Hier jedoch gibt die erste Zahl, wie du im Bild unten sehen kannst, die Breite an und die zweite gibt anstatt über den Außendurchmesser Aufschluss über den Innendurchmesser.

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Wenn du mehr über die Normen und die Umrechnung von Fahrradreifengrößen erfahren möchtest, so findest du hier weitere Informationen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich auf der Reifenflanke keine Angaben zur Reifengröße befinden, hier zur Orientierung die gängigsten Größen:

  • 700c. Die gängigste Größe für Renn-, CX-, Gravel- und Hybridräder.
  • 650c. Üblich für kleinere Rennräder und einige Gravelbike-Modelle.
  • 26″. Für ältere Mountainbikes und Cityräder. Sie findet man nach wie vor in Großmärkten und großen Kaufhäusern.
  • 27.5″. Mittlere MTB-Größe, die mittlerweile zum absoluten Ladenhüter avanciert ist.
  • 29″. Die Standardgröße bei Mountainbikes.
  • 12/16/20/24″. Nur für Kinderfahrräder, Informationen hierzu findest du in diesem Artikel.

Neben dem richtigen Durchmesser ist auch die Reifenbreite sehr wichtig. Dein Fahrrad, deine Felgen oder deine Felgenbremsen passen möglicherweise nicht zu einem breiteren Reifen. Solltest du den Kauf eines breiteren Reifens planen, prüfe zuerst, ob er auf dein Fahrrad passt. Die gängigsten Breiten sind:

  • Rennräder: von 23 mm bis 32 mm. Die gängigste Breite ist 25 mm. Nicht alle Fahrräder erlauben eine Reifenbreite von mehr als 28 mm. 
  • Mountainbikes: von 1,9″ bei Cross-Country-Bikes bis zu 5″ bei Fatbikes. Nicht alle MTB-Modelle und -Typen unterstützen sehr breite Größen.
  • Cyclocross-Bikes: zwischen 28 und 35 mm. Bei UCI-Wettbewerben sind nur Breiten bis 33 mm zugelassen. 
  • Gravelbikes: zwischen 32 und 50 mm. Nicht alle Gravelbikes bieten genügend Platz für sehr breite Reifen.
  • Hybrid- und City-Bikes: zwischen 30 und 40 mm. 32 mm ist die gängigste Breite.

Wie den richtigen Schlauch und die richtige Ventilgröße finden?

Die Größe des Schlauchs muss der Größe des Reifens entsprechen (erste Zahl in der englischen und französischen Norm). Mit anderen Worten: Für ein Rennrad mit einem Reifen der Größe 700×25 benötigt man einen Schlauch der Größe 700. Für ein 29×2,5 MTB einen 29″-Schlauch.

Schläuche dehnen sich beim Aufpumpen aus, das heißt, ein und derselbe Schlauch kann für verschiedene Reifenbreiten verwendet werden. Hier ein paar Beispiele:

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Stelle sicher, dass die Reifenbreite innerhalb des Größenbereichs des Schlauchs liegt und dass der Ventiltyp für dein Fahrrad geeignet ist. Wie du auf dem Bild sehen kannst, sind die beiden gängigsten Typen das:

  • Presta-Ventil. Dünne Ventile mit einer kleinen Kontermutter an der Spitze, die zum Aufpumpen ab- und nach dem Aufpumpen wieder aufgeschraubt wird. 
  • Standard- oder Schrader-Ventil. Genau wie bei den Autoreifenventilen muss zum Aufpumpen einfach die Kappe abgeschraubt werden.

Ein Schrader-Ventil passt nicht durch das Presta-Ventilloch in einer Felge. Ein Presta-Ventil kann mit einem Adapter für ein Schrader-Ventilloch verwendet werden.

Es gibt noch einen dritten Ventiltyp, die Dunlop-Ventile, sie sind jedoch nicht sonderlich verbreitet.
Außerdem ist es wichtig, auf die Ventillänge zu achten. Haben deine Felgen einen tiefen Querschnitt, brauchst du ein längeres Ventil.

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So viel zu unseren wichtigsten Shopping-Tipps zur Auswahl der richtigen Fahrradreifen und -schläuche. In den kommenden Artikeln werden wir uns die verschiedenen Reifentypen für Rennräder, Mountainbikes und Gravelbikes genauer anschauen. Wir werden über die verschiedenen auf dem Markt erhältlichen Alternativen sprechen, die Unterschiede zwischen ihnen aufzeigen und herausfinden, warum ihre Preise so stark variieren.

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