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Wie man Zeit fürs Radfahren findet – 6 Tipps

  • Radsport
  • 7 Minuten Lesezeit

Wir alle sind im Alltag derart eingespannt, dass die meisten Radsportler:innen unter uns Schwierigkeiten damit haben, ihre Radsportleidenschaft mit Beruf, Studium, Familie, Sozialleben und Freizeitaktivitäten zu vereinbaren. Ist der Radsport nicht gerade das einzige Hobby, so erfordert er oft Verzicht auf anderer Seite. Doch stellt sich hier die Frage, was und wie viel man aufgeben kann oder möchte. Hier die richtige Balance zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich. Die folgenden sechs Tipps sollen dir nicht bloß ein paar vermeintlich leicht umzusetzende Anregungen dafür geben, wie du deine Zeit am besten nutzen kannst. Sie sollen dich viel mehr dazu bewegen, deinen ganzen Lebensstil zu überdenken.

Gewohnheiten und Routinen überdenken

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Auf manche Dinge kann man einfach nicht verzichten, aber was ist mit dem Rest? Was ist mit all den täglichen Routinen, die wir fast im Automodus abspulen und die in der Woche sehr viel Zeit in Anspruch nehmen? Zeit, die man auch gut im Sattel verbringen könnte.

Wichtig ist zunächst, die eigenen Routinen und Gewohnheiten zu hinterfragen, von den Einkaufsgewohnheiten bis zur Nutzung der sozialen Medien. Danach sollte man versuchen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die nur von einem selbst abhängen. Sind Zweite und Dritte beteiligt, müssen auch sie mit ins Boot geholt werden.

Am besten schreibst du alle 2-3 Stunden auf, was du die vergangenen Stunden gemacht hast. Am Ende der Woche kannst du dir deine Liste anschauen, deine Gewohnheiten und Routinen reflektieren und jene markieren, an denen du etwas ändern möchtest oder auf die du ganz verzichten könntest. Die so gewonnene Zeit könntest du dann im Sattel verbringen. Ein paar kleine Tipps, um Zeit zu sparen oder häufiger das Rad zu benutzen.

  • Mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, einkaufen und das Rad auch in der Freizeit nutzen.
  • Nicht mehr täglich einkaufen, sondern nur noch einmal die Woche 
  • Meal Prepping für die ganze Woche
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Gewohnheiten durch andere zu ersetzen oder ganz abzulegen, braucht Zeit. Schließlich spart unser Gehirn durch Routinen Energie und gibt sie nicht gerne wieder auf. Da solche Verknüpfungen sich nicht einfach von heute auf morgen wieder auflösen lassen, fällt es uns oft so schwer, etwas an unserem Leben zu ändern. Hierfür braucht es also v. a. zwei Dinge: Entschlossenheit und Geduld.

Neue Prioritäten setzen

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Und was, wenn der Zeitmangel eine Frage der eigenen Prioritäten ist? Wenn man gerne Sport treibt oder auf dem Rad sitzt, dann wird körperliche Bewegung ganz automatisch zur Priorität, für die man sich Zeit nimmt und für die man sich zwischen all seinen anderen Verpflichtungen Freiräume schafft.

Prioritäten zu setzen bedeutet Opfer zu bringen, zu lernen nein zu sagen und sich gleichzeitig sämtlicher Vorteile bewusst zu sein, die das Radfahren für einen selbst und für den Planeten mit sich bringt. Eigentlich unfassbar, dass das Radfahren in Zeiten des Klimawandels immer noch keine so große Rolle in der Welt spielt, wie es eigentlich sollte.

Positives Denken

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Manchmal bedeutet mehr Zeit zu haben nicht unbedingt, dass man häufiger trainiert oder öfter in die Pedale tritt. Wie oft hast du schon genug Zeit gehabt, aber lieber etwas anderes gemacht? Das liegt daran, dass wir alle viel zu sehr dazu neigen, die Dinge zu überdenken und uns von unserer eigenen Faulheit, unseren Ängsten oder unseren negativen Gedanken übermannen lassen.

Viel lieber aber sollte man sich bei seinen Entscheidungen von positiven Gedanken leiten lassen und alleine daran denken, wie sehr man das Radfahren liebt und welche Vorteile es mit sich bringt. So bringt man sich am ehesten dazu, sich Zeit fürs Radfahren freizuschaufeln und jede Gelegenheit zu nutzen. Besser, als sich hinterher über die vertane Zeit zu ärgern.

Organisieren, vorbereiten, improvisieren

Dieser Tipp klingt zunächst vielleicht etwas widersprüchlich, ist er aber nicht. Ist das eigene Leben extrem hektisch, bleiben einem zwei Möglichkeiten:

  1. Trainingseinheiten und Touren so planen, dass sie in den vollen Terminkalender passen oder…
  2. Improvisieren und sich in jeder freien Minute aufs Rad schwingen.

Beides auf einmal geht natürlich auch. Es kann sein, dass man in der Woche zwei oder drei Touren geplant hat und dann plötzlich ein weiteres Zeitfenster frei wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, sein Fahrrad jederzeit parat zu haben. Es sollte so sauber wie möglich und immer gut ausgestattet sein; so sollten die Batterien für die Lichter voll sein und du solltest immer die wichtigsten Werkzeuge für Pannen parat haben. Auch solltest du dafür sorgen, dass deine Sportkleidung und deine Fahrradausrüstung sauber sind und alles an Ort und Stelle liegt. Das spart dir Zeit.

Allein das Anziehen der Kleidung, das Fertigmachen des Fahrrads und das Verlassen des Hauses sind alles Schritte, die zu einem Problem werden können. Hat man aber alles – Fahrrad, Ausrüstung und Kleidung – sofort parat, dann muss man sich nur noch umziehen, seine Trinkflasche auffüllen, sich ein paar Snacks schnappen und schon kann es losgehen.

Wenig ist besser als nichts

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Eine halbe Stunde Training bei hoher Intensität, entweder auf dem Rollentrainer oder in unmittelbarer Nähe zum eigenen Zuhause. Schon das reicht, um außer Atem zu kommen und am nächsten Morgen den Muskelkater in seinen Beinen zu spüren. Hierfür heißt es einfach nur, das richtige Timing zu finden, alle Ängste und negativen Gedanken hinter sich zu lassen und einfach loszufahren.

30 Minuten von Montag bis Sonntag, das sind 3,5 Stunden pro Woche. Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen und du denkst vielleicht, dass man sich damit nicht in Form bringen kann, doch es ist immer noch besser als nichts. Eine gute Gewohnheit beizubehalten ist besser, als sie aufzugeben oder – noch schlimmer – sie durch eine schlechte zu ersetzen. Etwas Zeit damit zu verbringen, etwas Gutes für den eigenen Körper und Geist zu tun, ist besser, als schon bald Dauergast beim Arzt zu sein.

Das eigene Umfeld mit ins Boot holen

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Mit die beste Möglichkeit Zeit fürs Radfahren zu finden, besteht darin, sein Hobby mit seinen Lieben zu teilen. Nicht nur mit Familie oder Partner, sondern auch mit Freunden und Kollegen.

Als erfahrener Radsportler solltest du natürlich damit rechnen, dass du dich niveautechnisch anpassen musst. Hier gilt es Strecken zu finden, auf denen jeder die Tour genießen kann.  Das gilt umso mehr, wenn man sich als Familie zusammen mit seinen Kindern in den Sattel schwingt. Damit du schöne Stunden mit deiner Familie genießen kannst und die Tour für deine Kleinen nicht zu einer zu großen Herausforderung wird, lies dir gerne diesen Artikel zum Thema Radfahren mit der Familie – Wie man Babys und Kleinkinder transportieren sollte durch.

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Vergiss nicht: Dieses große Wohlgefühl, die Freude am Radfahren, das ist der beste Weg, um deine Mitmenschen dauerhaft für das zu begeistern, was du liebst. Wenn sie Spaß am Radfahren haben, werden sie nicht nur seine Vorteile sehen, sondern auch verstehen, warum du so dafür brennst und deine Leidenschaft mit dir teilen.

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